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Über unsere Arbeit bei bfIforecasts

Restwertprognosen - die Entscheidungshilfe beim Neuwagenkauf
Zwischen den Anbietern sogenannter Gebrauchtwagennotierungen, also den Marktbeobachtungen von Fahrzeugen, die bereits seit längerem zugelassen wurden, und dem, was wir bei bfIforecasts machen, gibt es einen grundlegenden Unterschied, der vereinfacht auf folgende Formel zu bringen ist:

bfIforecasts blickt in die Zukunft des Automobils – die Schwackeliste zeigt dessen Gegenwart!

Wir zeigen also auf, was in drei Jahren ein bestimmtes Fahrzeug wert ist und die Kollegen bei Schwacke oder DAT zeigen in ihrer Liste, was ein drei Jahre altes Fahrzeug heute wert ist.

Daher sollte man unsere Prognosen als eine wichtige Entscheidungsgrundlage beim Autokauf sehen, da sie die Frage beantworten „welches Auto in nächster Zukunft am wenigsten an Wert verliert“ und damit die vergleichsweise beste Investition darstellt.

Unser Wissen basiert auf einem streng mathematischen-, einem streng automobil-bezogenen- und einem langjährigen beruflichen Hintergrund bei eben jenen, eingangs erwähnten Gebrauchtwagen-Notierungsanbietern.

Selbstverständlich sehen wir uns auch die Entwicklungen der Fahrzeuge und ganzer Marken auf dem Gebrauchtwagenmarkt an, denn: Wer die Vergangenheit begreift, begreift die Zukunft!

Volkswirtschaftliche Einflussfaktoren
Hinzu kommen die volkswirtschaftlichen Entwicklungen in den nächsten 5 Jahren, denn es spielt selbstverständlich eine große Rolle, ob die Arbeitslosenquote stabil bleibt, sich das Zinsniveau verändert oder sich wichtige Bestandteile der allgemeinen Rahmendaten, wie z.B. der Benzinpreis, ändern. Diese Daten kaufen wir von einem der weltweit renommiertesten makroökonomischen Institute zu.

Technologie und Restwert
Aber auch die technologische Entwicklung spielt eine große Rolle. Ob in Zukunft das Pendel in Richtung Hybride- oder Elektrofahrzeug ausschlägt-, ob CNG- oder LPG-Fahrzeuge die Nase vorne haben werden bzw. die Brennstoffzelle ihren Siegeszug antreten wird, hat größte Bedeutung für den Restwert, sprich: Wiederverkaufswert.

Wir bei bfIforecasts werden sehr frühzeitig über diese Entwicklungen informiert und haben auch bereits viele der neuen Technologieträger getestet, um uns ein besseres Bild machen zu können.

Modellwechselzyklen
spielen vielleicht eine entscheidende Rolle. Unsere Analysen haben klar gezeigt, welche Marken und Fahrzeugsegmente im Rahmen einer Modellerneuerung an Wert verlieren. Geländewagen (dies wird in Zukunft nur noch für die kleineren Modelle gelten) büßen, ähnlich wie Cabriolets, weniger als „normale“ Limousinen ein. Hochvolumige Fahrzeuge werden wohl auf unabsehbare Zeit Sorgenkinder bleiben, denn deren soziale Akzeptanz wird aufgrund ihrer schieren Größe und des Benzinverbrauchs stetig schwinden.

Die Vorstellung neuer Fahrzeuge wirkt sich natürlich ebenfalls auf die zukünftige Wertentwicklung des Prognosefahrzeuges aus. Auch hier gilt es festzustellen und zu analysieren, welche Neuvorstellungen sich bereits in der Vergangenheit wertbeeinflussend auswirkten, ob diese Kriterien auch heute noch gelten und wie hoch letztendlich der Einfluss sein mag.

Die Gretchenfrage: Stimmen die Prognosen?
Führende Wirtschaftsberatungsgesellschaften bescheinigen bfIforecasts seit nunmehr über 10 Jahren eine Genauigkeit der Forecasts mit einer Abweichung zwischen 1 und 2 Prozent. Ein im Vergleich hervorragender Wert, der natürlich nicht bedeuten muss, dass es in einigen Einzelfällen nicht zu Abweichungen kommen kann, die darüber liegen können. Diese sind jedoch durchweg bei „Exoten“ begründet, zum Beispiel Fahrzeuge, deren Zubehör so unverhältnismäßig reichhaltig und teuer war, dass dies unsere Prognosemethodik belasten kann, oder ungewöhnlich niedrige- sowie ungewöhnlich hohe Kilometerlaufleistungen aufweisen.

Was beinhaltet die Prognose?
Der Prognosewert in Prozent bezieht sich immer auf ein Fahrzeug ohne Extras mit standardisierter Kilometerlaufleistung. Für unsere Kunden werden darüber hinausgehende problemorientierte Analysen angefertigt, denen abweichende Kilometerlaufleistungen und individuelles Zubehör zugrunde liegen. Die genaueste Prognosevariante im Rahmen unserer Autobild-Zusammenarbeit stellen wir für den "Wertmeister“ zur Verfügung. Diese beinhaltet sowohl den Restwert in Prozent als auch den Restwert in Euro sowie den Abzug für den künftigen Modellwechsel.

Die regelmäßigen, wöchentlich erscheinenden Testberichte in Autobild zeigen in der Rubrik „Wiederverkauf“ einen Prognosewert, der Modellwechsel-bereinigt ist, also keine Abzüge berücksichtigt. Wir bei bfIforecasts haben uns dazu entschlossen, um die Erwartungshaltung des Lesers nicht völlig zu durchkreuzen. Denn es wäre in höchstem Maße erklärungsbedürftig, wenn in einem Test des Jahres 2010 der Golf VI wahrnehmbar hinter dem neuen Astra liegen würde, weil der Nachfolger des Golf bereits für 2011 geplant ist und dadurch der VW den vollen Modellwechselabzug zu spüren bekommt. Der Astra hingegen, völlig frisch im Produktlebenszyklus, und daher erst mal ein/zwei Jahre völlig ohne Modellwechselabzüge würde dem Golf untypischerweise restwertseitig völlig überlegen sein.

In 36 Monaten wäre dem aber so, denn dann konkurriert ein „alter“ 3 Jahre alter Golf VI mit einem frischen, möglicherweise noch nicht einmal facegelifteten Astra. Es könnte in einem Extremfall sogar passieren, dass im Monat Mai ein Beitrag über ein Fahrzeug kommt, dessen Modellwechselabzug noch nicht bekannt ist oder eingetragen wurde und welches den ersten Platz im Vergleichstest belegt - das gleiche Fahrzeug im Monat September einen 3 prozentigen Abzug erhält und sich die Leser fragen, warum ein Automobil innerhalb weniger Monate so abstürzt.

Es stürzt aber eben nicht heute ab, sondern erst in 3 Jahren.

Viel zu lesen, leider. Aber Prognosen zu erstellen, ist auch nicht gerade ein einfacher Job. Es gilt vieles zu berücksichtigen, um die Vorhersagen so seriös wie möglich zu machen.
Deshalb versprechen wir nicht, dass die Prognosen stimmen, sondern dass wir zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung alle auf die Prognose einwirkenden Faktoren berücksichtigt haben.

Gute und sichere Fahrt
bfIforecasts

Saarbrücken, im September 2009